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MITARBEITERGESPRÄCHE IN 2021: EIN PAAR IDEEN UND EIN BLICK AUF SUCCESSFACTORS CONTINUOUS PERFORMANCE

Es ist die Zeit für die jährlichen Mitarbeitergespräche, Leistungsbeurteilungen oder auch Zielvereinbarungen. Doch dieses Jahr sollten sie anders laufen. Ein paar Gedanken dazu von Michael Kleine-Beckel, Business Lead HR Solutions, T.CON GmbH & Co. KG.


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Normalerweise bestehen Mitarbeitergespräche immer aus zwei Perspektiven – die „Rückschau“ und die „Vorschau“. Das vergangene Jahr aber war anders als andere Jahre. Bislang konnten wir immer sicher sein, dass wir aus dem vergangenen Jahr auf das kommende Jahr schließen können. Aus meiner Sicht können wir das aus den bekannten Gründen in diesem Jahr eigentlich vergessen. Das einzige, was wir sagen können ist: „Es wird anders bleiben“. Momentan fällt es uns allen schwer, vorherzusehen, wann wir unsere Kinder wieder in die Schule schicken können oder wann wir wieder normal zur Arbeit fahren werden. Das macht eine Aussage zu einer perspektivischen Entwicklung vieler anderer Bereiche zumindest mutig.

Wichtig bleibt aus meiner Sicht allerdings eins – haben die uns anvertrauten Mitarbeiter uns im letzten Jahr als Kümmerer wahrgenommen? Haben Sie uns wahrgenommen als Menschen, die auch in kritischen Situationen zuversichtlich und mutig agieren? Oder haben Sie uns wahrgenommen als „lost“? Haben Sie uns wahrgenommen als Führungskräfte und als Personaler, die einfach nur leere Floskeln verbreiten? Dann sollten wir das ernst nehmen – denn das wäre in einer Situation, in der Unsicherheit uns noch viele Monate begleiten wird, mit Sicherheit schädlich.

Es wird Zeit, häufiger miteinander zu reden

Laufen Mitarbeitergespräche bei Ihnen auch nach bestimmten Zyklen ab – häufig nur einmal im Jahr? Lassen Sie uns das ändern. Lassen Sie uns häufig mit den Mitarbeitern sprechen – selbst wenn es nur kurz ist und es um vermeintlich belanglose Themen geht. Als Führungskräfte und Personaler können wir hieraus wertvolle Informationen über den Mitarbeiter ziehen. Wir werden besser einschätzen können, ob der Mitarbeiter in seiner Stimmung stabil ist, oder ob er schwankt. Und dann können wir eingreifen.

Mitarbeitergespräche: Vorgaben regelmäßig abstimmen

Durch eine engere Abstimmung mit den Mitarbeitern haben wir auch andere Möglichkeiten in Bezug auf die Überwachung (blödes Wort, aber hier trifft es zu) der vereinbarten Ziele beziehungsweise Kennzahlen. Und wir können viel schneller Vorgaben anpassen, wenn wir feststellen, dass wir von falschen Voraussetzungen ausgegangen sind. Das wiederum führt dazu, dass der Mitarbeiter sich ernst genommen fühlt. Damit gewinnen vielleicht auch die „Kaffeegespräche“ eine andere Qualität. Und ja, man kann solche Gespräche auch online führen. Für mich ist das alles andere als optimal, aber es funktioniert.

Zuhören im Mitarbeitergespräch

Alle, die mich kennen, werden jetzt laut lachen. Ja, ich rede oft gerne, schnell und manchmal auch viel, okay, vielleicht manchmal zu viel. Aber darum geht es nicht. Ich bin fest davon überzeugt, dass es in diesem Jahr in den Mitarbeitergesprächen mehr als je darum gehen wird zuzuhören. Denn nur dann bekommen wir gespiegelt, was unsere Mitarbeiter wirklich bewegt. Wir erfahren, wie sie drauf sind und was wir in diesen Zeiten, in denen Kleinigkeiten über Erfolg und Misserfolg entscheiden, feintunen müssen.

Unsere Mitarbeiter entscheiden

Wie wir mit unseren Mitarbeitern umgehen wird darüber entscheiden, wie sie unseren Kunden gegenüber auftreten. Und damit entscheiden unsere Mitarbeiter über den Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens. Diese Außenwirkung wird immer deutlicher. Wer Lust hat, spannende Ideen dazu zu lesen, sei auf einen Artikel von David Ulrich verwiesen.

Hier geht's zum Artikel

Ich teile sicherlich nicht alle seine Ideen, aber diesen Hinweis fand ich wirklich hilfreich. Führungskräfte sollten genau mit dieser Einstellung in Mitarbeitergespräche gehen. Dann werden sie dem Mitarbeiter mit einer anderen Einstellung entgegentreten als wenn es ausschließlich nur um Zahlen und vielleicht auch nicht gewonnene Projekte geht.

Dinge ehrlich ansprechen

Wer von Ihnen ist auch auf LinkedIn und Xing? Und wer von Ihnen hat in den letzten Wochen auch mehr als einmal gedacht „Egal, was der Autor/die Autorin geraucht hat – das will ich auch!!“? Ganz ehrlich: Nein, ich finde man muss an Corona nichts Gutes finden. Man darf offen sagen, dass die Einschränkungen und diese Krankheit einfach nur … sind!

Nein, ich finde es nicht gut, meine Freunde nur noch per Skype zu sehen. Die angeblich gewonnene Freizeit, weil ich nicht gemeinsam mit meinen Kunden vor Ort in Workshops sitzen kann, sondern virtuell arbeite, entschädigt mich nicht. Nein, auch keiner meiner Freunde mit schulpflichtigen Kindern findet es im positiven Sinne aufregend, dass die Schulen nun digitalisiert werden. Nein und nochmals nein! Und ja, ich mag Dinge offen und ehrlich ansprechen! Das Jahr war betriebswirtschaftlich schwierig? Dann lassen Sie uns das offen ansprechen. Unsere Mitarbeiter sind nämlich viel cleverer und belastbarer als wir denken. Die wissen, dass viele unserer Unternehmen in 2020 nicht die besten Umsatzzahlen ihrer Geschichte geschrieben haben. Umso mehr werden die Kolleginnen und Kollegen den Satz „Gemeinsam stehen wir das durch“ unterschreiben und mittragen.

Zeit, um die Axt zu schärfen

Sie alle kennen bestimmt die Geschichte der beiden Holzfäller, die miteinander in den Wald gehen. Während der eine sofort anfängt mit der Axt wie wild auf einen Baum einzuschlagen, beginnt der andere damit, seine Axt zu schärfen. Als er seinen Kollegen fragt, warum er mit der offensichtlich stumpfen Axt versucht die Bäume zu fällen, antwortet dieser: „Für das Schärfen habe ich keine Zeit“.

Für mich bedeutet das: Lasst uns in unseren Unternehmen dafür Sorge tragen, dass wir gerade in diesen Zeiten die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter ausbilden und schärfen. Ja, gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist Weiterbildung etwas, dass gerne zuerst auf dem Kostenaltar geopfert wird. Aber ist das nicht kurzsichtig? In der Krise ist vor dem Aufschwung – und genau dann brauchen wir unsere Mitarbeiter – motiviert und gut ausgebildet. Also auf geht’s – lassen Sie uns unsere Leute ausbilden und zum Beispiel das Thema Digitalisierung ernst nehmen.

Also: Machen Sie die Mitarbeitergespräche dieses Jahr zum Beginn einer Weiterbildungsoffensive für Ihre Mitarbeiter. Nutzen Sie einfach die Freiräume, die Ihnen diese Pandemie bietet und schaffen Sie mit der Investition in die Weiterbildung der Mitarbeiter neben der Grundlage für das Wachstum Ihres Unternehmens auch die Basis für Vertrauen Ihrer Mitarbeiter in Ihr Unternehmen.

Und was hat das mit Technik zu tun?

Erstmal nichts! Und manchmal doch so viel. Technologie kann ein Katalysator sein und Technologie kann Dinge vereinfachen. Sie möchten das Wissen Ihrer Mitarbeiter schärfen? Ohne eine moderne Lernplattform wird es schwierig. Wir könnten mit SuccessFactors Learning Management System unterstützen? Sie wollen Führungskräften Möglichkeiten an die Hand geben, um das Werkzeug Mitarbeitergespräch um neue Dialogformate zu erweitern? Sie wollen es ermöglichen, schnelles und manchmal vielleicht auch kleinteiliges Feedback zu geben und auch Dritte in ein Feedback einzubinden? SuccessFactors Continuous Performance kann dazu beitragen, diese Anforderungen sauber systemseitig abzubilden.

Auch an anderen Stellen hilft Technologie, das Werkzeug Mitarbeitergespräch zu erweitern. Es fehlt Ihnen an tieferen Einblicken in die Gemütslage Ihrer Belegschaft? SAP Qualtrics kann wesentlich mehr als nur das Kundenfeedback messen. Pulse Checks helfen Ihnen dabei, ehrliches, direktes, regelmäßiges und schnelles Feedback Ihrer Mitarbeiter zu gewinnen.

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Michael Kleine-Beckel (Autor) | HR-Experte | Michael.Kleine-Beckel@team-con.de
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