Carve-out | T.CON

SAP Carve-out

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen – und Berater


EIN PROJEKT UNTER AUSNAHMEBEDINGUNGEN. Die Wirtschaftswelt ist ständig in Bewegung. Unternehmen werden übernommen oder fusionieren. Tochterunternehmen, Geschäftsbereiche oder Sparten werden ausgegliedert und neu verheiratet – oder auf die eigenen Beine gestellt. Die Herausforderung für die neue Organisation ist es nun, schnell in die Wertschöpfung zu kommen. Leistungsfähige ERP-, CRM- und MES-Systeme spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie im Rahmen eines Carve-out-Projekts sicher, umsichtig und im Zeitplan aufzusetzen, ist erfolgsentscheidend – und eine unserer Spezialitäten.

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Carve-outs sind ein organisatorischer Kraftakt, speziell, was die IT betrifft. Wie bei allen SAP-Projekten geht es auch hier darum, die definierten Ziele „in Time“, „in Budget“ und „in Quality“ zu erreichen. Es ist der enorme Zeitdruck, der den Carve-out zur besonderen Herausforderung macht.

Das Zeitproblem rührt daher, dass mit der Trennung der neuen Organisation von der bisherigen Unternehmensmutter auch der Zugriff auf das Altsystem und die Daten zeitlich begrenzt ist. Die Deadline ist scharf gesetzt. Danach wird die Nabelschnur getrennt.

Damit geht nicht nur der Zugang zu den Daten verloren. Auch auf wichtige Organe, Funktionen und Prozesse hat das neue Unternehmen nun keinen Zugriff mehr. Es muss die Ressourcen selbst entwickeln – ebenfalls mit einem sportlichen Zeitplan.

Die IT steht dabei besonders unter Druck. Carve-outs kommen für die Mitarbeitenden zumeist sehr überraschend. Das IT-Team hat dadurch keine oder kaum Vorlaufzeit, die digitale Transformation vorzubereiten.

Außerdem verfügt sie oft nicht über die Personalressourcen, um über Wochen und Monate hinweg die zusätzliche Manpower bereitzustellen, die für den Carve-out-Sprint nötig ist.

Die Know-how-Lücken, die durch die Trennung vom Mutterunternehmen entstanden sind, kommen erschwerend hinzu. Es ist nahezu unmöglich für Ihre IT-Abteilung, dies alles allein zu stemmen.

Hier sind externe Profis mit Carve-out-Erfahrung gefragt, die Ihre Kollegen auf Kundenseite schnell, sicher und effektiv durch den Prozess begleiten. Die auch mit in die Kommunikation gehen und z. B. mit Wirtschaftsprüfern die fachlichen und rechtlichen Anforderungen klären.

Wir setzen dafür eine Task-Force ein, die „Special-Unit Carve-out“. Das ist eine schlagkräftige, eingespielte und interdisziplinäre Mannschaft, die nicht nur den Bereich Unternehmensprozesse, Finanzen und Logistik abdeckt, sondern auch den kompletten technischen Prozess-Bereich der Produktion.

Unsere Spezialisten verfügen über Erfahrung und Best Practices aus einer Vielzahl von Carve-outs, die sie in den mehr als 20 Jahren unserer Unternehmensgeschichte erfolgreich durchgeführt haben.

Als sympathische „Carve-out-Bergführer“ bilden sie mit ihren IT-Kollegen auf Kundenseite eine starke Seilschaft. Sie führen sie über sichere Wege und clevere Abkürzungen zum Ziel: dem reibungslosen Go-Live.

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  • SAP Carve-out: Wie SAP-Projekte im Ausnahmemodus gelingen

SO WIRD DER CARVE-OUT EIN ERFOLG


Do

  • Sich auf jeden Fall kompetente Unterstützung holen
  • Einen Beratungs- und Umsetzungspartner auswählen, der über Expertise, Erfahrung und Routine verfügt
  • Ein kleines, schlagkräftiges, interdisziplinäres Team unbedingt einem langwierigen Staffing-Prozess vorziehen 
  • Aufs Wesentliche konzentrieren
  • Ermitteln, welche Prozesse und Funktionen benötigt werden
  • Entscheiden, welche Systeme übernommen, abgelöst, geklont oder neu aufgesetzt werden müssen
  • Den Zeitplan und die Deadline unbedingt im Auge behalten
  • Die Manpower konzentrieren und bedenken: ein Carve-out ist ein Sprint, kein Marathon
  • Beim Thema Server-Performance auf temporäres Hosting setzen und damit erst einmal Zeit und Geld sparen

Don´t

  • Zeit verlieren
  • Experimente machen
  • Sich jetzt größere Optimierungsschritte vornehmen – die kommen später an die Reihe
  • Beim Carve-out an der falschen Stelle sparen – sonst drohen Fallback-Szenarien, die enorm kostenintensiv sind

DER Carve-out IN 5 SCHRITTEN


Phasenmodell - CARVE-OUT | T.CON

Schritt 1: Einstieg

Wir gehen kompakt mit einer kleinen und schlagkräftigen Mannschaft aus erfahrenen und routinierten Solution-Architekten ins Projekt. Sie führen die Situationsanalyse vor Ort durch und entwickeln die zielführende Carve-out-Strategie.

Schritt 2: Analysephase

In der Analysephase ermitteln wir: Welche Prozesse haben wir in der neuen Organisation? Wofür gibt es geschultes Personal? Was müssen wir neu einführen und integrieren? Welche Trainings sind erforderlich? Und vieles mehr...

Schritt 3: Bereitstellung des Systems

Wir sind in unseren Carve-out-Projekten bestrebt, sehr schnell ein Basissystem zur Verfügung zu stellen. Darin migrieren wir die Daten. Diese können im ersten Schritt aus einem Mix aus übernommenen, automatisiert generierten und manuell angelegten Daten bestehen. Als nächstes spielen wir die Prozesse durch, gehen zügig in den ersten Integrationstest, dann in den zweiten, bei dem auch die Schnittstellensysteme getestet werden. Parallel werden immer wieder Workshops und Schulungen abgehalten. Prozesse und Formulare werden iterativ angepasst.

Schritt 4: Go-Live

Nach dem Customizing und dem abschließenden Funktionstest folgt schließlich der Go-Live und die Hypercare-Phase.

Schritt 5: Hypercare

In der Regel ist der Aufbau der IT-Mannschaft und -Kompetenz auf Kundenseite mit dem Go-Live noch nicht abgeschlossen. Hier sorgen wir mit dem Betrieb und der Wartung der Systeme für eine große Entlastung. Auch im Bereich der Anwendungsunterstützung (Application Support) können unsere Kunden das für sie passende Leistungspaket – First, Second und Third Level Support – flexibel in Anspruch nehmen.

Carve-out MIT T.CON – WARUM?


T.CON TASK-FORCE Special-Unit Carve-out | T.CON
T.CON TASK-FORCE Special-Unit Carve-out
Mehr als 20 Jahre SAP-Rollout-Erfahrung | T.CON
Mehr als 20 Jahre Carve-out-Erfahrung
Mehr als 100 Rollout-Projekte | T.CON
Bilden mit der Kunden-IT eine schlagkräftige Mannschaft
Zielorientierte Hands-on-Mentalität | T.CON
Zielorientierte Hands-On-Mentalität

 

 

Q & A


SAP Carve-out, Rollout, Kompletteinführung – wovon hängt ab, welche Strategie die beste ist?

Das hängt davon ab, welches Gesellschaftsmodell für die ausgegliederte Organisation geplant ist. Ist es eine Fusion, d.h. wird die ausgegliederte Organisation in ein anderes Unternehmen integriert, wird man sinnvollerweise das Systeme der neuen Unternehmensmutter ausrollen und die Prozesse adaptieren. Handelt es sich hingegen um ein Buy-out, d.h. das neue Unternehmen soll auf eigene Beine gestellt werden, kommt die Carve-out-Strategie zum Tragen.

Was sind die charakteristischsten Unterschiede eines Carve-outs im Vergleich zu einem Rollout oder einer Kompletteinführung?

Carve-outs unterscheiden sich durch den Zeitdruck und die anvisierten Ziele von Rollouts und Kompletteinführungen. Während letztere dazu dienen, Prozesse, Daten und Geschäftsergebnisse zu verbessern, ist der Carve-out vom Erfordernis geprägt, möglichst schnell operativ handlungsfähig zu werden. Ein Carve-out ist technik- und funktionslastig; sozusagen eine Emergency-Situation, in der man sich auf das Wesentliche konzentriert. Da ist keine Zeit für Experimente und umfangreiche Verbesserungen. Ein Rollout bzw. eine Kompletteinführung hat dagegen deutlich mehr Nachhaltigkeits- und Optimierungscharakter. Beides sind eher mittel- und langfristige Prozesse, die einer kontinuierlichen Steigerung der Unternehmensperformance und Effizienz dienen.

Wie lange dauert ein SAP-Carve-out im Schnitt?

SAP-Carve-outs müssen aufgrund des engen Zeitplans schnell gehen. Wenn Unternehmen, Geschäftsbereiche oder Sparten ausgegliedert werden, liegt es im Interesse der ehemaligen Unternehmensmutter, den Zugriff auf das Altsystem und die Daten zeitlich zu begrenzen. Eine Deadline wird gesetzt, deren Einhaltung hat Priorität. Das macht Carve-outs zum Kraftakt mit Sprintcharakter. Während wir bei Neueinführungen von einem Zeitfenster von etwa 18 Monaten ausgehen können, sprechen wir beim Carve-out von 3 bis 6 Monaten.

Was sind die Gründe, dass sich ein Unternehmen bei einem Carve-out für SAP entscheidet?

Wer schon einmal das beste System hatte, möchte sich nicht verschlechtern. SAP bietet im deutschsprachigen und europäischen Raum die besten Softwarelösungen und lässt auch international die Konkurrenz immer weiter hinter sich.

Warum kommt es zu einem Carve-out? Warum trennen sich Unternehmen von Töchtern, Geschäftsbereichen und Sparten?

Das klassische Unternehmermodel „Entwickle gute Produkte und Dienstleistungen und wachse mit deinen Aufgaben“ hat sich gewandelt. Oder sagen wir: Es hat sich erweitert. Heute richten sich Unternehmen immer wieder neu aus, kaufen Bereiche zu, um ihr Portfolio zu ergänzen, gliedern Bereiche aus, weil sie nicht mehr ins Portfolio passen usw. Dieser Wandel wird auch von außen durch Investoren getrieben. Der „Mergers- & Acquisitions-Markt“ (M&E) sorgt dafür, dass die Wirtschaft immer in Bewegung bleibt. Große Fische fressen hier kleinere. Hidden Champions, die bis dato irgendwo in der Unternehmensgruppe ein Schattendasein geführt haben, blühen nicht selten in der neuen Unabhängigkeit auf. Change ist oft mit Ängsten und Sorgen behaftet, dabei bietet er große Chancen. Wir sorgen mit unserem Know-how und Engineering dafür, dass der operative Unternehmenserfolg eine solide Basis bekommt.

Wer übernimmt die Kosten eines SAP-Carve-outs?

Die Kosten sind zumeist Teil des Deals zwischen der verkaufenden und der kaufenden Gesellschaft. Diese teilt man sich in der einen oder anderen Form, denn schließlich haben beide Seiten ein Interesse daran, dass das ausgegliederte Unternehmen funktionsfähig ist bzw. schnell funktionsfähig wird. Das verkaufende Unternehmen erhöht damit den Kaufanreiz. Das ausgegliederte bzw. kaufende Unternehmen kommt rasch in die Wertschöpfung.  

Welche Rolle spielt der Faktor Mensch in einem Carve-out?

Der Faktor Mensch spielt eine sehr bedeutende Rolle. Die Mitarbeitenden sind hier weit außerhalb ihrer Komfortzone; das Ganze passiert für sie zumeist sehr überraschend. Menschen, die jahre- oder jahrzehntelang für das Unternehmen gearbeitet haben, stehen jetzt – zumindest gefühlt – vor einer ungewissen Zukunft. Ängste entstehen und erzeugen zusätzlichen Stress. Stress führt zu Kampf- oder Fluchttendenzen. Für das IT-Team kommt erschwerend hinzu, dass sie keine oder wenig Vorlaufzeit hatten, um die digitale Transformation vorzubereiten. Viele der IT-Spezialisten haben so ein Projekt noch nie mitgemacht. Ohne ausreichende Vorbereitung war auch keine Gelegenheit, Mitarbeitende für das Projekt freizustellen und so für mehr Manpower zu sorgen. Ergo: die IT-Mannschaft steht unter Mehrfachdruck, denn auch das Tagesgeschäft geht weiter. Deshalb ist es für unsere Kollegen vor Ort sehr wichtig, dass wir ihnen anstrengende und zeitraubende Themen abnehmen und dabei helfen, Entscheidungen zu treffen und die richtigen Wege zu gehen. Wichtig ist, ihnen die Zuversicht geben, dass wir das gemeinsam schaffen. Und das ist auch in der Tat so. Alle Carve-out-Projekte unserer Firmengeschichte gingen erfolgreich live. Diese Erfolgsserie beabsichtigen wir auch in Zukunft fortzusetzen. Und es spricht nichts dagegen.

Ist bei dem Speed im Carve-out denn gewährleistet, dass mit sensiblen und geheimen Unternehmensdaten diskret umgegangen wird?

Das ist oberstes Gebot und eine der wenigen Konstanten in einem Projekt mit ansonsten vielen Variablen. Alle Daten und Informationen, mit denen wir umgehen, unterliegen einer strengen Vertraulichkeitsvereinbarung. Unsere Auftraggeber verlassen sich voll auf uns und vertrauen uns sogar geheime Daten aus dem Militärtechnik-Bereich an. Ein Beispiel: Ein Hersteller von Militärflugzeugen wollte eine Sparte veräußern und betraute uns mit der Vorbereitung und Durchführung des Carve-outs. Die besondere Herausforderung waren die geheimen Militär-Daten aus mehreren Ländern, die es zu konsolidieren, verarbeiten und schützen galt. Solche Projekte erfordern spezielle Vorgehensweisen und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Das benötigt, alles in allem, mehr Zeit. Im vorgenannten Fall trat das Unternehmen sehr früh an uns heran, lange bevor der Deal vollzogen und bekannt wurde.

 

 

AUSZÜGE AUS UNSEREN CARVE-OUT-PROJEKTEN


Referenz Hakle| T.CON

HAKLE – the Art of Caring

1928 Hakle hat als erstes Unternehmen in Deutschland Toilettenpapier auf die Rolle gebracht. Und die Geschichte der Innovation ging weiter: 1959 folgte das erste weiche Toilettenpapier aus Tissue, 1972 das erste dreilagige Toilettenpapier und 1977 revolutionierte Hakle die Badhygiene mit „Hakle Feucht“. 1984 wurde das bis dahin in Familienbesitz befindliche Unternehmen an eine Schweizer Unternehmensgruppe verkauft und 1999 an den Kimberly-Clark-Konzern. Seit 2019 ist die Hakle GmbH wieder ein familiengeführtes Unternehmen. Nach der Ausgründung stand Hakle vor der Herausforderung, möglichst schnell operativ handlungsfähig zu werden, neue Abteilungen aufzubauen und die Prozesse zu modernisieren. Dazu folgte Hakle der Empfehlung T.CONs und entschied sich für die Kompletteinführung des SAP-ERP-Systems (für die Unternehmensprozesse), unsere Branchenlösung MES CAT (für das Fertigungsmanagement) und eine EDI-Lösung (für die Anbindung der wesentlichen Kunden). Der Zeitrahmen war – Carve-out-typisch – enorm kritisch. Nach nur sechs Monaten Laufzeit konnte das Projekt termingerecht und erfolgreich abgeschlossen werden – samt Transfer aller relevanten Daten aus dem ehemaligen Mutterkonzern.

Die Carve-out-Bergführer bringen Sie sicher ans Ziel | T.CON

Wir sind  T.CON. wir bringen  sie ans ziel


Wir sind SAP Gold Partner und Spezialisten für die gesamte Wertschöpfungskette in der Produktion. Wir haben die Erfahrung, die Kompetenz und den Willen, die SAP-Einführungs-, Rollout- und Carve-Out-Projekte unserer Kunden zum Erfolg zu führen. Zusammen mit den Projektleitern und Key Usern auf Kundenseite bilden wir ein starkes Team. Gemeinsam kommen wir immer ans Ziel. 

 

 


Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen


Christopher Stangl

Business Lead Manufacturing Industries I

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