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EXPERTEN-INTERVIEW: WIE STARK IST SAP ANALYTICS CLOUD BEIM THEMA VISUALISIERUNG?

Ein Schwerpunkt des aktuellen BI & Analytics Survey 21 der Marktbeobachter BARC widmet sich der SAP Analytics Cloud. Stefan Schwenzl, Leiter des Strategischen Geschäftsfelds Analytics bei der T.CON GmbH & Co. KG fasst im Gespräch die Ergebnisse zusammen.


SAP Analytics Cloud Experte Stefan Schwenzl

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Stefan Schwenzl, 93 % der befragten BI-Profis würden die SAP Analytics Cloud weiterempfehlen. Überrascht diese hohe Quote?

Nein das überrascht wenig. Wir haben die Entwicklung der SAP Analytics Cloud von Anfang an mitverfolgt. Im SAP-Umfeld hat uns lange ein Front-End gefehlt, welches uns mit einfacher Usability Self-Services ermöglicht. Auch wenn visuelles Reporting bereits gut in der Business-Objects-Umgebung möglich war, konnten dies meist nur durch geschulte Mitarbeiter oder sogar nur durch IT-Fachkräfte erstellt werden. Dass dies nun durch SAP Analytics Cloud dem Fachbereich ermöglicht wird, ist ein wichtiger Schritt für jedes Unternehmen in seiner „Data Driven“-Strategie: Entscheidungen und Erkenntnisse erfolgen direkt im Business auf Grundlage von Daten und Auswertungen.

Die SAC stellt die Daten dafür auf sehr einfache Weise zur Verfügung. Zusätzlich bietet die SAC natürlich eine sehr hohe und schnelle Integration mit SAP-Systemen. Daher ist der Umstieg – und das ist immer ein Change – einfach und aus technischer Sicht nicht schwierig. Mit der SAC hat die SAP SE eine Front-End-Lösung geschaffen, die, wie die BARC Studie ja auch bestätigt, in der obersten Liga spielt. Es kann natürlich immer Einzelkriterien geben, wo ein anderes Nischenprodukt besser ist. Aber für ein strategisches, mit dem SAP-System voll integriertes Reporting-Front-End mit der Fülle an Funktionalität etwa auch im Bereich der Planung, ist die SAC wirklich empfehlenswert.

Auch in diesem Jahr ist der BARC-Studie zufolge wieder ein Dauerbrenner oben auf der Agenda der BI-Profis: Die Anforderung, immer größere Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen schnell zu erschließen und Informationen so aufzubereiten, dass ich die richtigen Entscheidungen zeitnah treffen kann. Ist die SAP Analytics Cloud das richtige Werkzeug, um diese Anforderung zu adressieren? Wie stark ist denn die SAP Analytics Cloud beim Thema Visualisierung?

Was die Integrationsmöglichkeiten betrifft, ist die SAC sehr offen und sehr gut für die Anbindung verschiedenster Systeme geeignet. Diese lassen sich nach unserer Erfahrung sehr schnell anbinden. Durch die einfache grafische Visualisierung und der für den User einheitlichen Darstellung der Informationen aus verschiedenen Quellen entsteht ein hoher Mehrwert.

Bezüglich der Anforderung von größeren Datenmengen ist zu beachten, dass die SAP Analytics Cloud aber kein Data Warehouse ist. Es ist von Fall zu Fall zu unterscheiden, wann Daten in die SAC werden sollen und in welcher Menge. Günstiger –  vor allem bei SAP HANA-Systemen  wie B/4, S/4 oder S/4HANA – ist hier, die Daten live anzubinden.

Das Abmischen von Daten, die in die SAC geladen werden oder live angezeigt werden, ist in der SAC möglich – jedoch mit Einschränkungen. Hier sollte man sich BI-strategisch überlegen ein Data Warehouse zu nutzen, um die Daten aus verschiedenen Quellen für das Reporting zu vereinen. Dabei hängt es wiederum vom Anwendungsfall ab, ob dies beispielsweise mit einem SAP BW/4 oder zukünftig mit einer Data Warehouse Cloud erfolgt.

Viele IT-Abteilungen sind mit Blick auf die SAP Analytics Cloud optimistisch, dass es nun gelingt, endlich ein wirkliches Self-Service-BI-Tool an die Fachbereiche ausrollen zu können. 93 % der Befragten bewerten die Funktionalitäten in der SAP Analytics Cloud um Dashboards zu erstellen als gut oder sehr gut. Wieso gibt es dann doch immer wieder Projekte, in denen die ausgerollte SAP Analytics Cloud nicht in dem Maße von den Anwendern akzeptiert wird, wie es vorgesehen war?

Das kann ich bestätigen. Wir haben dies tatsächlich in letzter Zeit öfter erlebt und sind in Projekte hinzugeholt worden, wo genau dies passiert ist. SAP Analytics Cloud wurde eingeführt als neues, sehr gutes Front-End für das Self-Service-Reporting mit sehr guten Visualisierungsmöglichkeiten.

Der Fachbereich kann also die Informationen, von denen er ein Verständnis hat, nach seinen Überlegungen und Fragestellungen als Story oder Dashboard aufbauen. Aber: Das Ding kommt nicht bei den Nutzern nicht an. Warum?

Mit der SAC haben wir im SAP-Umfeld endlich ein Tool und eine Technologie womit wir per Self-Service einfach visualisierte Stories und Dashboards erstellen können. Da kommen Ergebnisse raus. Die Challenge ist aber: Wie machen wir es damit gut?

Das User Interface ist neu und die Einführung ist ein Change. Die damit verbundenen Hürden werden mitunter unterschätzt. Also kommen wir häufig zu Projekten, wo das Dashboard nicht so zum Einsatz kommt, wie es sinnvoll wäre.

Was tut man denn als SAP Analytics Cloud-Experte, wenn ein SAC-Projekt ins Trudeln gekommen ist?

Was machen wir danach anders? Wir gehen mit einem starken Fokus auf das Thema User Experience – kurz: UX – an das Projekt ran. Zuerst definieren wir projektunabhängig klare Leitplanken in der SAC was Look-and-Feel, Aussehen und CI betrifft und helfen den Usern, in dem wir dies als Vorlagen in der SAC zur Verfügung stellen.

Zusätzlich schulen wir die Key User, wie man was wodurch richtig visualisiert – und was nicht funktioniert. Zudem schaffen wir einen Weg, wie die User einfach an ihre Reporting-Produkte in der SAC kommen.

Alle diese Punkte sind einfache Leitplanken, die vor jedem Projekt in der SAC geschaffen werden sollten. Sie abzuarbeiten benötigt auch wenig Aufwand. Dies ist unabhängig von der technischen Integration, die natürlich auch erfolgen muss, um Single-Sign-On, Systemverbindungen und User-Management sinnvoll aufzusetzen.

Geht man auf allen Hierarchiestufen als SAP Analytics Cloud-Experte gleich an das Thema UX heran? Oder macht es einen Unterschied, ob der Fachbereich oder der Vorstand als Nutzer gewonnen werden muss?  

Bei größeren Dashboards, etwa für das Management Board, gehen wir das Projekt ähnlich wie ein Projekt zur UX- Softwareentwicklung an. Wie auch schon bei Lumira-Dashboard-Entwicklungen haben wir in sehr häufigen Feedbackschleifen einen engen Kontakt mit den tatsächlichen Anwendern. Wir übersetzen die inhaltlichen und Usability-Anforderungen in jeder Iteration einen Schritt weiter in das Dashboard.

Das Ergebnis: Die Anwender sehen schnell, wie ihre Anforderungen in der Technologie umgesetzt werden. Sie erhalten nicht nur eine Lösung, die ihren Anforderungen entspricht. Sie sind in den Aufbau stark mit eingebunden. Die Anwender sind somit mit der neuen Technologie vertraut und werben auch gegenüber anderen für „ihre“ Lösung.  

Am Ende sind meist die gleichen Daten im Dashboard enthalten wie auch zuvor – jedoch in einer Darstellung, die nicht nur die Bedienungsanforderungen der Anwender erfüllt, sondern auch emotional auf die Firma und den Nutzen abgestimmt ist. Unter dieser Vorrausetzung kann das Leuchtturmprojekt leuchten, Nachahmer finden und nächste Visualisierungen ermöglichen. Die Leitplanken sind gesetzt. Nun ist es einfach, auf dieser Basis aufzusetzen und eigene Erfahrungen zu machen. Schon nimmt die Einführung der neuen Technologie Fahrt auf.

Wir begleiten schon seit 20 Jahren Unternehmen bei Projekten im Analytics-Umfeld. Daher wissen wir einfach, wie wichtig das Thema UX ist. Genau daher bieten wir ja auch zu SAC ein spezielles UX-Beratungspaket an.

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Stefan Schwenzl (Autor) | Business Lead SGF Analytics | analytics.experte@team-con.de
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