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Strategische Verunsicherung bremst die SAP BW/4HANA Migration – zurecht?

Etliche SAP-Kunden planen den BW/4HANA-Wechsel – doch einige zögern. DSAG-Zahlen verraten, was die Gründe für die Verunsicherung sind.


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Auf BW/4HANA wechseln oder nicht? Und wenn ja, wann? Diese Fragen stellen sich aktuelle viele Unternehmen. Die Deutschsprachige SAP Anwendergruppe e.V. (DSAG) hat vor diesem Hintergrund ein sehr lesenswertes Positionspapier zu SAP BW/4HANA veröffentlicht. Dazu wurden Rückmeldungen von knapp 170 Unternehmen aus dem Arbeitskreis Business Analytics zum Thema BW/4HANA analysiert. Die Ergebnisse haben uns ein wenig überrascht. Ja, die Mehrheit der Kunden steht SAP BW/4HANA grundsätzlich positiv gegenüber. In mehr als einem Viertel der befragten Unternehmen läuft die Einführung oder sie ist sogar bereits abgeschlossen. Bei einem Drittel der Kunden steht der Wechsel zu SAP BW/4HANA noch bevor.

Ein beträchtlicher Teil zögert bei der SAP BW/4HANA Migration

Doch der wesentliche Anteil der SAP-Kunden ist bei diesem Schritt nicht dabei. 37 % der Befragten planen keinen Einsatz von SAP BW/4HANA. „Es hat den Anschein, dass ein beträchtlicher Teil dieser Kunden mit der Migration zögert“, schreiben die Autoren des Positionspapiers. „Ja, es besteht sogar die Gefahr, dass einige Kunden die Migration nicht durchführen werden und möglicherweise für dieses Produkt als SAP-Kunden verloren gehen werden.“

Es lohnt sich, sich Gedanken über die Gründe für diese Entscheidung zu machen. „Bei vielen dieser Kunden liegt ihrem Zögern eine grundlegende Verunsicherung zu Grunde, ob denn das Produkt BW/4HANA noch ein strategisch langfristig gesetztes Kernprodukt der SAP ist“, steht in dem Positionspapier.

SAP BW/4HANA ist nicht das einzige BI-Produkt

Ein Stück weit kann man diesen Gedanken nachvollziehen: SAP BW/4HANA ist nicht das einzige analytische Produkt der SAP SE.  Das operative Reporting in S/4HANA bietet bereits viele Einblicke und entwickelt sich weiter. Braucht man da noch ein zentrales Datawarehouse? Zudem pusht die SAP SE auch andere Produkte wie SAP Data Intelligence oder die SAP Datawarehouse Cloud.

Leser unseres Blogs wissen, dass diese Produkte sehr wohl voneinander abgegrenzt und für unterschiedliche Use Cases und Aufgabenstellungen geeignet sind. Doch dies scheint für einige Unternehmenskunden keineswegs so deutlich erkennbar zu sein. „Es ist für viele Kunden nicht eindeutig klar, wie SAP diese Produkte zueinander positioniert“, schreiben die DSAG-Autoren.

Reizthemen Cloud und Lizenzen

Auch dass die SAP SE das Thema Cloud mit Nachdruck kommuniziert, trägt dazu bei, dass manch einer BW/4HANA als Übergansprodukt wahrnimmt und DWC die Zukunft ist. Auch die Roadmap wirkt für einige Beobachter nicht überzeugend. Die DSAG-Autoren schreiben gar: „Es entsteht der Eindruck, dass die SAP selbst die Begeisterung für ihr eigenes Produkt verloren hat, und entsprechend lieblos damit umgeht.“

Bei Themen wie Lizenzen oder der Integration von Innovationen wie Machine Learning in das Produkt BW/4 haben die Autoren ebenfalls Verunsicherung ausgemacht.

„Es fehlt an einem eindeutigen, belastbaren und glaubhaften Commitment der SAP für das Produkt BW/4HANA, welches auch Fragen zu Positionierung, Cloudfähigkeit und zukünftigen Innovationen beantwortet“, heißt es in dem DSAG-Papier. „Dazu haben viele Kunden in den letzten Jahren im Frontend-Bereich die Erfahrung gemacht, dass vermeintlich strategisch gesetzte Tools nicht weiterentwickelt wurden. Hier ist Geld und Vertrauen verloren gegangen. Nun wird eine solche Unzuverlässigkeit auch im Bereich eines Kernprodukts der SAP für möglich gehalten.“

Lohnt die Investition in SAP BW/4HANA?

Diese Zweifel haben handfeste Auswirkungen. Die Migration nach SAP BW/4HANA ist mit einigen höheren Investitionskosten verbunden als üblicherweise bei Upgrades. Wichtig ist also: Bietet SAP BW/4HANA die nötige Investitionssicherheit? Die Befragung zeigt, dass viele Kunden daran zweifeln. Rund 30 % der befragten Unternehmen sind unentschlossen, ob BW/4 in zwei Jahren ihr strategisches Ziel im Data Warehousing darstellt.

Aus unserer Sicht macht diese Zahl deutlich, dass einem Teil der SAP-Kunden die Zuversicht mit Blick auf dieses Produkt fehlt und dass diese eine andere Art der Kommunikation von der SAP SE erwarten.

Viele Unternehmen investieren in die Lösung

Bei aller Kritik und Verunsicherung, die die DSAG hier dokumentiert, sehen wir aber nicht, dass das Produkt SAP BW/4HANA grundsätzlich in Frage gestellt wird. So wollen auch 43 % aller SAP-BW-Bestandskunden innerhalb der nächsten 2 Jahre auf SAP BW/4HANA sein. Aktuell sind es 6,5 %. Es gibt also in sehr vielen Unternehmen keine grundsätzlichen Vorbehalte gegen das Produkt. Vielmehr wird in vielen Unternehmen der Mehrwert der Lösung gesehen und es wird in sie investiert.

Dementsprechend haben auch wir das entsprechende Know-how aufgebaut und sind bereit für das Thema BW/4 Migrationen. Wir sind als Berater BW/4-zertifiziert, verfügen über ein fundiertes Projekt- und Migrationsvorgehen. Wir betreuen auch bereits erste Kunden bei ihrer BW/4-Migration.

Ohne Strategie geht es nicht

Ein Statement, bei dem wir jedes Wort unterschreiben, ist dieses: „Um das Vertrauen mancher Kunden in die Investitionssicherheit einer Migration nach BW/4HANA wiederherzustellen, ist es unbedingt notwendig, BW/4HANA entsprechend mit die anderen analytischen Produkte (speziell gegen die DWC) nachhaltig zu positionieren. Dies muss als Teil einer gesamthaften analytischen Vision erfolgen, an der sich Kunden in ihrer analytischen Strategie orientieren können.“

Den Invest, den viele Kunden in ihr BW (meist schon 7.5. on HANA) getätigt haben, hat einen unschätzbaren Wert für Unternehmen und kann nicht auf die Schnelle auf eine andere Technologie portiert werden. Es ist jedoch auch absehbar, dass ein Datawarehouse zukünftig in einem Intelligent Enterprise mit verschiedensten Cloud-Anwendungen, S/4 System(en), Data Lakes auf verschiedenen Plattformen – sprich in einer komplexen Architektur -  nur noch ein „Mitspieler“ in der vernetzten Architektur sein wird - und nicht wie in den vergangenen Jahren der zentrale Punkt, in dem ALLE Daten zusammenlaufen.

Dies mag von Kunde zu Kunde unterschiedlich sein. Was jedoch Fakt ist – mit BW/4 unterstützt die SAP die Integration, z. B. in die DWC durch die Übertragung der Semantik, und schafft dadurch in der Cloud einen Mehrwert zusätzlich zum SAP-BW-System.

Es ist in der Regel nicht zielführend, die Analytics- und BI-Produkte der SAP SE einzeln zu betrachten oder gar zu implementieren, wenn sie nicht Teil eines sinnvollen Ganzen sind. Daher haben wir mit unserem BI-Workshop ein schlankes Beratungsformat entwickelt, mit dem Unternehmen schnell definieren können, wie die einzelnen Bausteine der SAP SE die eigenen BI-Ziele unterstützen. Und natürlich räumen wir dabei auch die Unsicherheit bezüglich aller Fragen zu SAP BW/4HANA aus dem Weg.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann kontaktieren Sie mich gerne.

Stefan Schwenzl (Autor) | Business Lead SGF Analytics | analytics.experte@team-con.de
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