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SAP BW Bridge: Die neue Brücke zwischen BW und DWC

Die SAP SE hat auf der SAP TechEd 2021 eine neue Funktionalität angekündigt, die den Kunden den Weg von On-Premises-System in Richtung Data Warehouse Cloud (DWC) erleichtert. Was genau steckt hinter der SAP BW Bridge?


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Das auf der TechEd vorgestellt Statement of Direction zeigt, dass die SAP SE die Data Warehouse Cloud (DWC) klar als Nachfolger eines BW-7.x- oder BW/4HANA-System betrachtet. Wie aber können Unternehmen, die viel Geld in BW-Entwicklungen gesteckt haben, diese Investition auch bei einem Umstieg in die Cloud erhalten? Viele Unternehmen habe in der Vergangenheit beträchtliche Beträge investiert, um ihr Data Warehouse optimal an die eigenen Prozesse und Bedarfe anzupassen. Mit der SAP BW Bridge hat die SAP SE nun eine Technologie vorgestellt, die den Brückenschlag zwischen On-Premises-SAP-BW-Systemen und der DWC ermöglicht.

Was genau ist die SAP BW Bridge?

Anders als die bisherigen hybriden Ansätze ist die SAP BW Bridge ein BW/4-System in der DWC. Es ermöglicht, nicht nur die klassischen BW-Objekte zu migrieren, sondern auch den Zugriff auf den umfangreichen Business Content aus S/4 und ECC zu nutzen – Stichwort Operational Data Provisioning (ODP). In der DWC selbst finden sich die klassischen Objekte als Bridge Spaces wieder und erlauben das schnelle, flexible und für den Endanwender transparente modellieren, hin zur Nutzung analytischer Lösungen mit der SAP Analytics Cloud.

Ist BW damit tot?

Ist die SAP BW Bridge schon wieder ein neues Produkt der SAP SE, das im Revier des alten BW wildert? Ist das BW nun endgültig tot? Nein! Trotz der DWC und der SAP BW Bridge ist BW absolut nicht am Ende. BW 7.5 auf HANA wird bis 2030 unterstützt. BW/4HANA, das jüngste Flaggschiff-Produkt des SAP SE für das Thema Data Warehouse, wird bis mindestens 2040 unterstützt. Das BW bewegt sich aber schrittweise in die Cloud, wenn es nach der SAP SE geht. BW wird nur noch in Hinblick auf die hybride Kombination mit der DWC weiterentwickelt.

Die SAP SE will daher Kunden, die ihre Software nicht mehr vor Ort betreiben wollen, den zukünftigen Übergang in die Cloud zu erleichtern. Genau dafür gibt es die SAP BW Bridge.

Welche Technologie steckt hinter der SAP BW Bridge?

Die SAP BW Bridge ist ein vollwertiges BW/4HANA-System ohne die Analytica Engine. Das bedeutet, dass für den Anwender ein BW-System in der Cloud zur Verfügung steht, um komplexe Szenarien zu modellieren.

Verfügbar ist die Bridge ab BW 7.3. Das bedeutet, dass ältere BW-Systeme nicht unterstützt werden. Kunden, die die SAP BW Bridge nutzen wollen, müssten in dem Fall zu BW/4 Objects migrieren. Nutzen Unternehmen noch in ihren BW-Systemen Legacy-Objekte, müssen diese erst konvertiert werden. Dies entspricht einer klassischen BW/4-Migration – nur eben in die SAP BW Bridge als Ziel.

Wann brauchen Unternehmen die SAP BW Bridge?

Der wichtigste Anwendungsfall ist das schrittweise Überführen von On-Premises-SAP-BW-Systemen in die Cloud. Die schrittweise Verlagerung der BW-Funktionalität in DWC wird ein langer Weg für den Kunden sein. Nicht alle BW-Funktionen sind in DWC verfügbar, so dass die SAP BW Bridge für einen langen Zeitraum ein nützliches Instrument sein wird, um die On-Premises- und die Cloud-Welt miteinander zu vernetzen.

Ist die SAP BW Bridge eine Einbahnstraße?

Vermutlich ja. Es gibt, soweit bis jetzt bekannt, keinen Mechanismus, um die in der Bridge vorgenommenen Änderungen in das alte On-Premises-System zurückzuspielen. Daher ist davon auszugehen, dass die Nutzung der SAP BW Bridge eine Richtungsentscheidung ist, die nicht so einfach zurückgedreht werden kann.

Was tue ich in der SAP BW Bridge und was in der DWC?

Die SAP BW Bridge ist ein vollständiges BW-System. Sie verfügt über das vollständige BW/4-Cockpit und auch die Konnektivität zu den Quellsystemen wird in der Bridge hergestellt. Da auch die DWC viele Möglichkeiten mit sich bringt, um Quellsysteme anzuschließen, ist eine klare Architektur im Zusammenspiel dieser Lösungen erforderlich, um nicht mit einer sehr, sehr komplexen Landschaft zu enden. Der Einsatz der SAP BW Bridge erfordert also eine sorgfältige Konzeption, bei der wir gerne unterstützen. Das Reporting wird in DWC erfolgen.

Das klassische Staging kann migriert werden, die Anbindung an die Quellsysteme wird migriert.  Die BW-Bridge wird allerdings keine Unterstützung für die Planung bieten. Hier setzt die SAP SE darauf, dass Unternehmen die SAP Analytics Cloud für die Planung und das Group Reporting in S/4HANA für die Konsolidierung nutzen werden. Ab 2022 wird es – das ist bereits angekündigt –Planungsfunktionalität in der DWC geben.

Wie sieht das Lizenzmodell für die SAP BW Bridge aus?

Die SAP BW Bridge wird auf die gleiche Weise wie DWC lizenziert. Über ein SaaS-Verbrauchsmodell zahlen Unternehmen für Speicher und Rechenleistung. Im SAP Pricing Calculator der DWC kann man die BW Bridge entsprechend auswählen.

Wann ist die SAP BW Bridge verfügbar?

Die SAP BW Bridge wird ab Q1 2022 für BW 7.4- und 7.5-Kunden verfügbar sein. 7.3-Kunden müssen sich bis Ende 2022 gedulden. Die Teilnahme an einem Early-Adopter-Programm für die SAP BW Bridge ist jetzt schon möglich.

Unser Fazit

Mit der SAP BW Bridge geht das BW endgültig in die Cloud. Dass dabei die Investitionen der SAP-Anwenderunternehmen geschützt werden und eigene Prozesse und Anpassungen dann auch im DWC nutzbar sind, ist eine gute Nachricht. Die SAP SE macht es Unternehmen damit sehr viel leichter, der SAP-Strategie in Richtung Cloud und DWC zu folgen. 

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann kontaktieren Sie mich gerne.

Stefan Schwenzl (Autor) | Business Lead SGF Analytics | analytics.experte@team-con.de
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