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SAP-Analytics-Cloud-Integration: Individuelle Lösungen für individuelle Fragestellungen

Bei der Integration der SAP Analytics Cloud in die SAP-Basis-Architektur werden beim technischen Set-up schon früh funktionale Weichen gestellt. Wir zeigen, welche Auswirkungen sie haben.


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Für die allermeisten Unternehmen ist die SAP Analytics Cloud (SAC) das optimale Frontend, wenn auf Grundlage datenbasierter Entscheidungen gearbeitet werden soll.  Doch wenn es um die Anbindung eines SAP-ERP- oder eines SAP-BW/4HANA-Systems geht, bringt jedes Unternehmen mit Blick auf das jeweilige SAP-Basis-System und zum Beispiel das Active Directory unterschiedliche Vorrausetzungen für die Nutzung der SAP Analytics Cloud mit. Daher sollten vor der architektonischen Integration in die SAP-Landschaft des Kunden einige Fragen beantwortet werden.

Grundlegend gibt es bei der Integration aus technischer Sicht zwei Schnittstellen zu berücksichtigen: die Anbindung der SAP Analytics Cloud an ein System zur Benutzerverwaltung zum einen und die Anbindung eines oder verschiedener Quellsysteme an die SAP Analytics Cloud zum anderen.

Benutzerverwaltung als Thema

Die SAP Analytics Cloud bietet eine eigene Benutzerverwaltung an. Die Verwendung dieser kann jedoch abhängig von der Nutzerzahl mit vergleichsweise hohem manuellem Aufwand einhergehen.

Mindestens für den produktiven SAC-Tenant empfiehlt sich daher in den meisten Fällen der Weg über den externen Identity Provider zu gehen und auf dieser Grundlage ein Single Sign-On anzubieten. Dieser wird ohnehin für den Zugang zu den anderen Unternehmenssystemen genutzt.

Über die Nutzung von beispielsweise des Azure AD in der Cloud oder des Active Directory Federation Services (ADFS) für On-Premises-Systeme kann nicht nur der Prozess der User-Erstellung, sondern auch Teile des Berechtigungskonzepts automatisiert werden.

Der Aufwand bei der SAP-Analytics-Cloud-Integration variiert

Wer die SAP Analytics Cloud dagegen erst einmal mit überschaubarem Aufwand für einen Proof-of-Concept nutzen möchte, kann den bereits in die SAP Analytics Cloud integrierten Identitätsanbieter einsetzen: Die so genannte SAP Cloud Platform Identity Authentication erfordert wenig Aufwand bei der Einrichtung.

Auch die Konfiguration der Datenverbindungen zu den Quellsystemen, deren Daten in der SAC visualisiert werden sollen, benötigt konzeptionelle Vorarbeit. Zum einen besteht je nach Authentifizierungsmethode eine Abhängigkeit zur Konfiguration des Usermanagements. Zum anderen bietet die SAP Analytics Cloud verschiedene Verbindungsarten, deren Verwendung und Konfiguration je nach Use Case vorgedacht werden sollte.

Bei der ersten Möglichkeit, der Import Connection, werden die Daten zur Anzeige über Browser oder Mobile App in die SAP Analytics Cloud importiert. Um fortlaufend aktuelle Daten zur Verfügung zu haben, kann ein manueller oder automatisierter Upload-Prozess definiert werden. Benötigt wird hier der SAP Cloud Connector. Zur Erschließung einiger Datenquellen bei älteren Systemen kommt unter Umständen zusätzlich der SAP Analytics Cloud Agent zum Einsatz.

SAP-Analytics-Cloud-Zugriff über die Live Connection

Die zweite Verbindungsart ist die Live Connection. Hier unterscheidet die SAP Analytics Cloud zwischen den Typen ‚Direct‘ und ‚Tunnel‘.  Der Zugriff über die Direct Live Connection kann nur im Unternehmensnetzwerk erfolgen, nicht ohne weiteres über eine öffentliche Internetverbindung. Die Daten aus dem Quellsystem werden nicht in die SAP Analytics Cloud geladen, sondern dort nur zur Anzeige gebracht.  

Neben der entsprechenden Konfiguration dieser Verbindung in der SAP Analytics Cloud sind dazu auch Anpassungen im Quellsystem notwendig. Soll diese Verbindung auch über die mobile SAP Analytics Cloud App oder für das automatisierte Versenden von SAC-Stories genutzt werden, muss dies in Form einer entsprechenden Konfiguration des Cloud Connectors berücksichtigt werden.

Über Cross-Origin Resource Sharing (CORS) als Sicherheitsmechanismus werden die Daten bei der direkten Live-Verbindung auch aus unterschiedlichen Quellen im Browser angezeigt. Soll der Zugriff über das öffentliche Internet gewährt werden, ist ein Reverse-Proxy nötig, der hinter der Firewall die Ressourcen für den externen Client von einem oder mehreren internen Servern sammelt und bereitstellt.

Diesen Verbindungstypen nennt man Tunnel Live Connection. Damit können Anwender auch über öffentliche Internetzugänge live auf Daten im Quellsystem zugreifen und mit ihnen in der SAP Analytics Cloud arbeiten. Diese Tunnelverbindung erlaubt es, etwa vom Flughafen aus, als Nutzer das SAP Analytics Cloud ohne VPN auf einzelne SAC-Berichte zuzugreifen. Die Flexibilität ist ein Vorteil. Funktionale Einschränkungen im Reporting und eine weniger gute Performance sind Nachteile, die dafür in Kauf genommen werden müssen.

Use Cases vor der SAP-Analytics-Cloud-Integration definieren

In allen Fällen ist es wichtig, die Use Cases für die Nutzung der SAP Analytics Cloud zu definieren, damit die geeignete Data Connection eingesetzt wird. 

Zum Start bei jedem SAP-Analytics-Cloud-Projekt spielt schon bei der Anforderungsaufnahme auch das Einbinden der IT-Ansprechpartner beim Kunden eine tragende Rolle. Die Vertreter der Unternehmens-IT kennen beispielsweise das Active Directory, wissen, welche Gruppen es dort gibt und welche Enterprise-Anwendungen angeschlossen sind. Neben diesen Fachleuten sollten bei jedem SAP-Analytics-Cloud-Projekt auch Analytics- und UX-Experten sowie Fachabteilungsvertreter beteiligt werden.

IT-Basis miteinbeziehen

Ein Learning aus Projekten der T.CON ist aber auch, dass es sinnvoll ist, früh Experten für den SAP-Basisbetrieb mit einzubeziehen. Dies stellt sicher, dass schnell jemand bereitsteht, um quellsystemseitig einzugreifen, wenn es erforderlich ist, und beispielsweise Zertifikate für den Single Sign-On bereitstellen kann.

Die Experten der T.CON können Kunden vollumfänglich bei allen Projekten rund um die SAP Analytics Cloud beraten und im Dialog ermitteln, welche Art der Data Connection und welche Form des Nutzermanagements sinnvoll ist. Die nahtlose und technisch stimmige Anbindung der SAP Analytics Cloud an die SAP-Basis des Kunden ist die Vorrausetzung für eine gute Usability, die einen wesentlichen Erfolgsfaktor bei jedem SAC-Projekt darstellt.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann kontaktieren Sie mich gerne.

Stefan Schwenzl (Autor) | Business Lead SGF Analytics | analytics.experte@team-con.de
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