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Reporting in der SAP Analytics Cloud mit der BW-Verbindung: Live dabei! (… oder doch lieber Import?)

Wenn die SAP Analytics Cloud für das Reporting Daten aus dem Business Warehouse nutzen soll, ist die Live-Verbindung häufig das Mittel der Wahl. Wir erklären, welche Vorteile sie bietet – und wann die Import-Verbindung sinnvoller ist.


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Wenn Daten aus dem Business Warehouse (BW) in der SAP Analytics Cloud (SAC) genutzt werden, haben Projektteams im Bereich des Reportings die Qual der Wahl. Für den Zugriff auf die BW-Daten bietet die SAC sowohl die Live-Verbindung als auch die Import-Verbindung an.

Grundsätzlich ist es beim Aufbau eines Reportings in der SAC meist sinnvoll, auf die Live-Verbindung zu setzen, bei der das Analytics-Frontend auf die Daten im BW zugreift. Daten im Quellsystem und jeweilige Änderungen werden direkt in die SAC übernommen. Die Verknüpfung wird durch eine Verbindung mit den BW-Queries hergestellt. Der Anwender arbeitet mit Live-Daten. Das bietet einige Vorteile – etwa, dass die Modellierung, die Berechtigungslogik oder die Datenladeprozesse ja bereits im BW angelegt sind und nicht neu aufgebaut oder Daten repliziert werden müssen.

Bei der Performance zeigen sich Unterschiede

Doch auch die Import-Verbindung hat ihre Stärken: Bei der Live-Verbindung etwa bietet das Reporting im Detail teilweise weniger Funktionalitäten. Wichtiger noch: Die Performance ist bei der Live-Anbindung des BWs in der Regel weniger optimal als beim Import der Daten. 

Schauen wir uns die Schwächen der Live-Verbindung im Einzelnen an. Der wesentlichste Aspekt hier ist in unserer SAC-Praxis das Thema Performance. Um mögliche Ursachen bei Performance-Problemen zu finden, gilt es einige Fragen zu klären, die zugleich aufzeigen, welche Stellschrauben es dabei gibt: Wie ist Query gebaut? Ist das Backend aufgebaut? Wie umfangreich ist das Dashboard gestaltet und welche Informationen werden dort angezeigt? Oder liegen die Performance-Probleme vielleicht sogar übergreifend vor? Sind sämtliche Parameter optimal konfiguriert? Wie sieht das Hardware-Setting des Anwenders aus? Wie kann der Nutzer nur über WLAN auf die SAC zugreifen oder hat er eine leistungsstarke, stabile Datenverbindung?

Es kann Use Cases und Rahmenbedingungen geben, die an all diesen Stellen keinen Optimierungsspielraum für die Performance lassen. In diesem – seltenen – Fall bietet die Import-Verbindung die Gewähr, dass die Dashboards flüssiger nutzbar sind. Bei intensiver Nutzung der Import-Verbindung sollte über die Option eines Private Tenants nachgedacht werden, da hier Speicher zugekauft werden kann.

Einschränkungen bei Nutzung der BW-Live-Verbindung

Jenseits des Themas Performance gibt es Einschränkungen im Funktionsumfang, wenn statt einer Import-Verbindung eine Live-Verbindung genutzt wird. Doch die liegen unserer Erfahrung nach eher im Detail und gehen mit gewissen – aber nicht grundlegend dramatischen – Einschränkungen im Nutzerkomfort einher.

So gibt es beispielsweise keine Kommentierungslösung für Datenpunkte. Am Frontend die BW-Daten mit anderen Daten – etwa aus Excel – anzureichern und abzumischen, ist ebenfalls nicht immer uneingeschränkt möglich. Anwender kann zudem irritieren, dass die Linked Analysis bei der Live-Verbindung bei Verwendung einer Two Structure Query nicht funktioniert. Ebenfalls bemerken Nutzer, dass bei der Linked Analysis die Hierarchie nicht aufklappbar ist. Sie ist nur im Drilldown navigierbar.

Gewichtige Vorteile wie Berechtigungen und Modellierung

Dagegen stehen die gewichtigen Vorteile der Live-Verbindung bei den Themen wie den datenspezifischen Berechtigungskonzepten, Datenladeprozessen und Modellierungen. Sie nachzubauen ist aufwendig – und nur dann möglich, wenn man bereit ist, darauf zu verzichten, dass der bislang im BW verortete Single Point of Truth nicht mehr existiert.  

 VorteileNachteile
Live- Analyseberechtigungen im Quellsytem
 - KomplexeBWQuery-Funktionalitäten nutzbar
 - Single Point of Truth im Quellsystem
- teilweise schlechtere Performance
Import- (noch) mehr SAC-Funktionalitäten nutzbar- Replizieren der Daten
- Nicht alle BW-Query-Funktionalitäten nutzbar (z. B. Variablen, Zellselektionen). Diese sind teilweise auch im SAC Modeller nicht abbildbar.

Übersicht: Ausgewählte Vorteile + Nachteile der jeweiligen Verbindungsverfahren

Unserer Erfahrung nach ist daher für die meisten Kunden die Anbindung des BW über die Live- Verbindung in 90 % der Anwendungsfälle im Reporting sinnvoll. Nur in einigen speziellen Anwendungsfällen, die einen erheblichen Mehraufwand im Projekt rechtfertigen, dürfte die Import-Verbindung das Mittel der Wahl sein. Das Thema Performance allein reicht in der Regel nicht aus, um auf die Live-Verbindung zu verzichten.

Mit unserem Wissen finden wir eine Lösung für das Problem des Kunden

Auch existieren funktionale Einschränkungen zwar aktuell noch, aber möglicherweise in Zukunft nicht mehr. Die SAP SE entwickelt die SAC ständig weiter und die Roadmap ist ambitioniert. Daher lassen wir den aktuellsten Stand der Roadmap immer in unsere Projekte einfließen, um jeweils die strategisch bestmögliche Lösung zu implementieren.

Aus unseren Projekten wissen wir: Auch wenn es einige SAC-Funktionalitäten (noch) nicht gibt oder Perfomance bei der Live-Verbindung ein Thema sein kann, haben wir bisher immer einen Workaround für Funktionseinschränkungen gefunden oder Performance-Verbesserungen erzielen können. Das Ziel, Analytics-Werkzeuge mit hoher Usability bereitzustellen, damit breite Nutzerkreise datenbasiert arbeiten können und damit Mehrwert für Ihr Unternehmen erzeugen, ist immer zu erreichen!

Weiterführende zu diesem Thema finden Sie hier: 
 

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Stefan Schwenzl (Autor) | Business Lead SGF Analytics | analytics.experte@team-con.de
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