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BW Bridge: Erfolgreicher Proof of Concept im Zusammenspiel mit der Data Warehouse Cloud mit der LEIPA Group GmbH

Als einer der ersten SAP-Partner haben zusammen mit der SAP SE für einen Kunden – die LEIPA Group GmbH – an einem Proof of Concept zur Nutzung der Data Warehouse Cloud (DWC) in Verbindung mit der SAP BW Bridge gearbeitet. Ergebnis: Die BW Bridge ist der Hammer – und die Zusammenarbeit mit der SAP SE der Wahnsinn.

31.03.2022


Symbolbild BW Bridge SAP Brücke San Francisco

Die Aufgabe, die uns unser Kunde LEIPA beim Thema BW Bridge stellte, war spannend: Wir sollten darstellen, wie es gelingt, ein neues Data Warehouse in der Cloud aufzubauen – mit SAP-Legacy-Systemen (ERP 6.0 EH7 und kein S/4HANA) als Datenquellen. Das Reporting sollte dabei – so wie es die Fachabteilungen dort bislang gewohnt sind – weiter mit Tableau als Tool erfolgen und nicht über die SAP Analytics Cloud.

Ganz einfach ist es nicht, die Brücke zwischen der alten SAP-Legacy-Welt und der Data Warehouse Cloud zu bauen. Doch genau dazu hat die SAP die SAP BW Bridge bereitgestellt. Wie das Zusammenspiel genau funktioniert, haben wir im engen Austausch mit den Experten der SAP SE gezeigt, die uns auf dieser Reise begleitet haben. Wie berichtet, mussten wir dabei die eine oder andere Untiefe umschiffen. Nun aber haben wir den Praxistest erfolgreich abgeschlossen und festgestellt: Die BW Bridge ist der Hammer ;-).

Doch eins nach dem anderen: Zum Start kümmerten wir uns um das Extrahieren von ERP System-Bewegungsdaten und Stammdaten. Hier war das Ziel, die vorhandenen SAP Content Datasources im ERP-System für die Extraktion in die BW Bridge zu verwenden, um beispielsweise auch die komplexen Deltamechanismen für SD einfach nutzen zu können – analog zu einer BW- oder BW/4-Implementierung mit einem SAP-ERP-System ohne CDS-Extaktion. Dies konnten wir erfolgreich umsetzen. Hier tickt die BW Bridge wie ein BW- oder ein BW/4-System.

An anderen Stellen – etwa beim Aktivieren von SAP-Content – stießen wir punktuell auf Hürden, die wir aber im engen, vertrauensvollen und extrem produktiven Zusammenspiel mit der SAP SE schnell meistern konnten. Entweder wurden sie direkt durch unsere Ansprechpartner und die dortigen BI-Experten erledigt, oder sie sind verbindlich Teil der Roadmap und werden bei den nächsten Releases oder Hotfixes adressiert.

Ein Beispiel für so einen Stolperstein war etwa das Übertragen von Objekten von der BW Bridge in die DWC.

Wir haben die Datenmodelle und ihre Daten aus dem SAP-ERP-System unseres Kunden in die BW Bridge importiert. Dort haben wir zum Beispiel die Beschreibungen der Info-Objekte bearbeitet, da diese lediglich mit ihren technischen Namen angezeigt wurden. Wenn wir dann einen Composite-Provider aus BW-Bridge in einen DWC-Space replizierten, standen in der Spalte "Business Name" nur die technischen Namen und nicht die Beschreibung.

Fehlt die Beschreibung, tun sich Fachbereichsmitarbeiter bei der Nutzung schwer, denn sie sind mit den technischen Namen der Spalten nicht vertraut und brauchen Bezeichnungen, die für sie vertraute Fachbegriffe enthalten.

Ein ausdrückliches Ziel des Proof of Concepts war es, diese Beschreibungen (und keine technischen Namen) darzustellen, so dass die Fachbereiche auch mit der neuen BW-Architektur einfach arbeiten können.

Bei der Lösung solcher Probleme zahlt es sich aus, dass wir im engen Austausch mit unseren Partnern von der SAP SE stehen. Im nächsten Release oder Hotfix wird genau dieses Thema gelöst werden.

Auf einen weiteren Stolperstein stießen wir beim Anpassen von Content-Objekten in der BW Bridge: Wenn wir ein Attribut zum Info-Objekt 0Customer hinzufügen, bekamen wir in der BW Bridge anschließend beim Aktivieren des Merkmals eine Fehlermeldung.

Ein ernsthaftes Hindernis für die Nutzung von On-Premise-BW-Daten in der Cloud stellt aber auch diese Fehlermeldung nicht dar. Hier hat die SAP SE kurzfristig unterstützt und das Problem gelöst. Dieses Problem wird laut der SAP SE in Kürze auch generell durch einen Hotfix behoben sein.

Bei allen Themen bewährte sich unsere enge Zusammenarbeit mit den SAP-Kollegen in Form von wöchentlichen Abstimmungen. Entweder erarbeiteten sie gleich Lösungen für die Fragestellungen, die wir aus unserer Arbeit mitgebracht haben. Oder wir erhielten verbindliche Aussagen, wann welches Thema als Teil von Updates oder Hotfixes erledigt sein wird.

Ein paar Hausaufgaben im Detail haben wir noch zu erledigen, bis der Brückenschlag vollständig abgeschlossen ist: Beim Thema Berechtigungen etwa oder bei der Durchführung von Massen- und Belastungstests. Schon jetzt spricht aber unser Kunde davon, dass der Proof of Concept für ihn ein voller Erfolg ist.

„Die Zusammenarbeit mit T.CON und der SAP läuft hervorragend und für uns ist der PoC erfolgreich“, sagt Robert Wisheu, Director IT bei LEIPA Group GmbH. „Alle unseren Testszenarien des PoC sind erfolgreich und wir sind überzeugt, dass die Datawarehouse Cloud mit der BW Bridge die richtige und zukunftsfähige Technologie für unsere Herausforderungen sind.“  

Was also sind die nächsten Schritte? Wir begleiten unseren Kunden LEIPA auf die produktive DWC BW Bridge Tennant und sind mit der SAP SE zu den Themen Projektorganisation und Pricing im Austausch. Zudem erarbeiten wir mit dem Kunden eine Analytics-Strategie für die nächsten Jahre.

Zufrieden war das Unternehmen nicht nur mit dem Leistungsumfang und der Unterstützung durch die SAP SE, sondern auch mit uns. Wir sind nun als Implementierungs- und Supportpartner im Bereich BW und Analytics gesetzt – eine tolle Bestätigung für unsere Pionierarbeit mit der BW Bridge.

Fazit:

  • BW Bridge war ein neues SAP-Produkt und noch nicht released. Dass es noch paar Bugs gibt, haben wir erwartet. Genau das hat sich bewahrheitet.
  • SAP-BW-Erfahrung ist zwingend erforderlich. Letztendlich stellt eine BW Bridge ein funktional abgespecktes BW/4HANA-System dar. BW/4-Modellierung muss man beherrschen.
  • Die Zusammenarbeit mit den SAP Product Specialists war hervorragend und schnell. Kein Bug blieb ungelöst. Alle Beteiligten haben einen deutlichen Mehrwert durch die Zusammenarbeit, etwa bei den Themen Knowledge und Produktreife.
  • Die BW Bridge hat eine Produktreife, welche unseren Kunden wie LEIPA verlangen. Wir sehen in der BW Bridge ein großes Potential für alle, die noch nicht auf S/4HANA sind, aber richtigerweise auf zukunftsfähige Datawarehouse-Technologie in der Cloud setzen und neu starten. Des Weiteren bietet sie Potential für alle Kunden, die schon ein SAP BW-System haben und die Brücke in die Cloud nutzen wollen.

 

„BW Bridge rules!“ und wird uns dieses Jahr stark beschäftigen in den Projekten.


Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann kontaktieren Sie mich gerne.

Stefan Schwenzl (Autor) | Business Lead SGF Analytics | analytics.experte@team-con.de