10 Tipps zur MES-Einführung

10 Tipps zur MES-Einführung | T.CON

10 Tipps zur MES-Einführung

Eine MES-Einführung ist ein Projekt das mit Zeit-, Kosten- und Ressourcenaufwand verbunden ist. Hier finden Sie 10 konkrete Tipps, die entscheiden für Ihren Projekterfolg sind.


Einleitung

Zum Start einer neuen Beitragsserie mit Tipps zur MES-Einführung, beginnen wir mit der Einführung in das Thema.

Ein MES, Manufacturing Execution System, ist als wesentlicher Baustein der Digitalen Transformation zu sehen. Es ermöglicht die Steuerung, Überwachung und Kontrolle über die Produktion in Echtzeit. Als Produktionsleitsystem oder auch Fertigungsmanagementsystem dient es als Bindeglied zwischen der Planungs- und der Produktionsebene und stellt somit die Verbindung zum ERP-System sowie den Maschinen und Anlagen her. Zentrale Leistungsindikatoren wie Qualität oder Termintreue lassen sich leicht in Echtzeit ermitteln. Der Grad der Auskunftsfähigkeit gegenüber den Kunden wird deutlich erhöht.

Es ist somit auch eine Möglichkeit, als Produktionsunternehmen im Wettbewerb zu bestehen und im ständigen Wettbewerbs- und Verdrängungsprozess seinen Konkurrenten einen Schritt voraus zu sein.

Zu den Kernaufgaben eines MES zählen die Maschinen- und Betriebsdatenerfassung, Leitstandfunktionen, Feinplanung, Qualitätsdatenmanagement, Personaleinsatzplanung oder auch Realtime Services wie Energiedatenmanagement. Mit diesen auswertbaren Informationen ist ein durchgängiger, IT-gestützter Informations- und Datenfluss im gesamten Unternehmen garantiert. Sie können Prozesse genau steuern, exakt auswerten, schneller Störgründe erkennen und beseitigen und Produktionsabläufe optimieren.

Für ein Unternehmen liefert das MES die Grundlage für fundierte Entscheidungen, die Ihre Produktion betreffen. Durchgängige Auftragsrückmeldungen und Bestandsbuchungen führen zu Transparenz auf Produkt- und Arbeitsplatzebene, ermöglichen eine granulare Kalkulation der Herstellkosten, helfen die Materialbestände zu optimieren und bilden die Basis für ein Kennzahlensystem zur Beurteilung der Effizienz und Produktivität – in Summe gesteigerte Produktivität und somit verringerte Produktionskosten.

Allerdings ist die Einführung eines MES ein Projekt, das mit Zeit- und Ressourcenaufwand sowie Kosten verbunden ist. In den folgenden Zeilen finden Sie konkrete Tipps, die oft selbstverständlich klingen, aber maßgeblich für den Projekterfolg entscheidend sind.

1. TIPP: Mit dem Blick auf das große Ganze – einen Schritt nach dem anderen gehen

Beginnen Sie mit kleinen Schritten! Gerade weil MES ein so umfassendes Thema ist, werden Sie nur erfolgreich sein, wenn Sie - mit dem Blick auf das große Ganze – einen Schritt nach dem anderen gehen. Doch wo soll man beginnen? Die Antwort auf diese Frage wäre, dort, wo am schnellsten der größte Nutzen erzielt werden kann. Bei den meisten Projekten wäre es die Produktivitätssteigerung der Maschinen, nach der Devise – die Teuersten zuerst.

Vielen Unternehmen fehlt jedoch eine konkrete Vorstellung davon, wie (wenig) produktiv ihre Maschinen wirklich sind. Denn oftmals fehlen genaue Messungen und es wird häufig nach Bauchgefühl entschieden.

Daher der erste Schritt: Starten sie mit der Maschinendatenerfassung (MDE) und nutzen Sie die OEE-Kennzahl (OEE = Overall Equipment Efficiency = Gesamtanlageneffizienz) für Ihren Verbesserungsprozess.

Starten Sie an zwei oder drei Maschinen und entdecken Sie das dort schlummernde Optimierungspotential. Sie können zum Beispiel, zum kleinen Preis und ganz ohne Softwareinstallation, Maschinen an die Maschinendatenerfassung FactorE.OS anschließen. Sie erhalten damit automatisch und in Echtzeit alle benötigten Maschinendaten wie Stückzahlen, Taktzeiten und Stillstandszeiten. Zusammen mit den Eingaben des Bedienpersonals erhalten Sie so exakte Informationen über die Effektivität eines Arbeitsplatzes hinsichtlich Leistung, Verfügbarkeit, Qualitätsgrad und OEE. Sie können dann sofort mit der Maschinenoptimierung (KVP) beginnen und sind somit in der Lage, zu geringsten Kosten den Nachweis zu führen, wie schnell sich das begonnene Projekt amortisiert.

Nach erfolgreichem Abschluss dieses Schrittes und nachdem Sie und Ihr Team die ersten Erfahrungen gesammelt haben, folgt der Roll-out auf weitere Maschinen.

Wichtig: Zeigen Sie allen Beteiligten, um was es geht und welche Aufgabe ihnen zugeteilt wird – dies müssen alle verstanden haben.

Aus Erfahrung wissen wir, dass dieser Schritt Zeit benötigt. Eine MDE lässt sich nicht mal so nebenbei einführen, es bedarf zwischen 2-4 Monaten harter Arbeit, bis alle an einem Strang ziehen. Und auch danach ist es wichtig, dass Sie dranbleiben – ein KVP ist kein Selbstläufer!

Mit dieser Erfahrung können Sie umso überzeugter den nächsten Schritt Richtung MES gehen.

2. TIPP: Nicht die Katze im Sack kaufen

Ein MES ist nicht gleich ein MES. Geben Sie Acht darauf, dass alle für Sie relevanten MES-Funktionsmodule enthalten sind und Sie sich nicht fälschlicherweise für reine MDE-/BDE-Systeme entscheiden. Diese werden nämlich auch oft als MES-Lösung angepriesen. Der Preis dafür ist verlockend, jedoch kann es sich im Nachhinein, wenn Sie weitere MES-Module, wie z. B. Instandhaltung, Qualitätsdaten oder Lager/Logistik ergänzen möchten, als kostspielige Angelegenheit herausstellen. Manchmal sind Sie dabei nämlich auf eine Lösung von Drittanbietern angewiesen, was hinsichtlich Schnittstellen, die häufig fehleranfällig und kompliziert zu realisieren sind, oder auch der anderen Bedieneroberfläche, in der sich Mitarbeiter erst wieder zurechtfinden müssen, Nachteile bringt.

Ein MES sollte daher modular aufgebaut sein und sämtliche Module enthalten, die Sie benötigen, um alle Bereiche des Fertigungsmanagements abdecken zu können. Ihr System ist somit nach Ihren Ansprüchen erweiterbar, ohne dass Sie Insellösungen und dadurch neue Schnittstellen entwickeln müssen. Außerdem arbeitet Ihr System mit einer einheitlichen Datenbank, wodurch die Prozesse stabil und performant laufen.

3. TIPP: Die größten Schmerzpunkte zuerst beheben

MES-Module lassen sich flexibel wie in einem Baukasten-System zusammenbauen. Sie können z.B. Module wie Maschinendatenerfassung, Betriebsdatenerfassung, Instandhaltung, Qualitätsdaten, Lager/Logistik, etc. nach Ihren Anforderungen wählen und zusammenstellen. Das gibt Ihnen die Möglichkeit bei dem Prozess zu starten, bei dem eine Optimierung am notwendigsten ist!

Ihre Mitarbeiter können sich an dieser Stelle von den Benefits des Systems überzeugen lassen und sich langsam damit vertraut machen. Haben sie sich erst einmal an das neue System gewöhnt, da sie es bedienen können und mögliche Vorbehalte verloren haben, gelingt die Integration weiterer Module reibungslos.

4. TIPP: Binden Sie Ihren Betriebsrat von Anfang an mit ein

Über die Einführung eines MES sollte der Betriebsrat von Beginn an informiert werden. In einer Betriebsvereinbarung kann somit von Anfang an die Erfassung personenbezogener Daten geregelt werden.

Der Betriebsrat kennt die Ängste und Sorgen der Mitarbeiter wie z. B. Angst vor Überwachung, vor Veränderung oder Arbeitsplatzverlust. In dieser Hinsicht kann der Betriebsrat bei der Einführung sehr hilfreich sein und die Sorgen der Mitarbeiter im Voraus mit entsprechendem Projekt- und Produktwissen aus der Welt schaffen. Er kann die Mitarbeiter davon überzeugen, dass die automatisierte Erfassung von Maschinendaten und Rückmeldung von BDE-Daten eine Arbeitserleichterung darstellt und es sich bei den Gewinnen, die aus der Nutzung von Produktivitätsreserven resultieren, um die Sicherung von Arbeitsplätzen handelt.

Die frühzeitige Einbindung des Betriebsrates reduziert das Risiko seiner nachträglichen Verweigerung erheblich. Möglicherweise können Sie Ihren Betriebsrat regelrecht von Ihrem Projekt begeistern, da die Mitarbeiter bei der Arbeit entlastet werden. Im besten Fall bietet er sich sogar als Referenzkontakt für andere Betriebsräte an.

5. TIPP: Keine Geheimniskrämerei: Sprechen Sie offen über Ihr Projekt

Informieren Sie alle Beteiligten ausführlich und frühzeitig über Ihr Vorhaben. Holen Sie alle Beteiligten - vom Produktionsleiter, der IT-Abteilung bis hin zum Maschinenbediener und dem Betriebsrat - ins Boot, nur dann wird Ihr Projekt erfolgreich verlaufen. Über die MES-Einführung und was das für den Einzelnen bedeutet, sollten alle möglichst früh Bescheid wissen. Ängste und Sorgen können so von Beginn an aus dem Weg geräumt werden – nur so können alle an einem Strang ziehen und Zeitpläne bei der Projektumsetzung eingehalten werden.

6. TIPP: Erfolgsfaktor: Projektplan! Wie Sie realistisch planen

Die MES-Einführung wird Know-how und Zeit fordern, auch von Ihren Mitarbeitern. Daher ist es wichtig, frühzeitig einen Projektplan zu erstellen, um Termine und Aufgaben festzuhalten.

Mitarbeiter, die dem Projektteam zugeteilt wurden, müssen ihr normales Tagesgeschäft weiterführen, daher sollte im Voraus genau geprüft werden, wer welche Aufgaben in welchem Zeitraum übernimmt und wie das Team optimal auf die Aufgaben vorbereitet werden kann.

Eine enge Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung, die notwendige Server, Betriebssysteme und Schnittstellen einrichtet, ist wichtig. Denn die reibungslose Anbindung des MES an Ihre bestehende IT ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Einführung. Außerdem können Abstimmungen mit Ihrem Elektriker erforderlich sein, der die Netzwerkinfrastruktur in der Produktionshalle erstellt oder mit Kollegen, die Maschinenherstellerinformation einholen, um eine ideale Kopplung an die Maschinensignale zu gewährleisten.

Doch beachten Sie, dass sowohl im Tagesgeschäft wie auch bei der MES-Einführung unerwartete Ereignisse auftreten können, die eine Terminverschiebung nach sich ziehen. Die Erfahrung mit vergangenen Projekten zeigt, dass Kunden oft bei der Abstimmung des Projektplans die durchzuführenden Arbeiten zu optimistisch einschätzen, womit Meilensteine nicht wie geplant erreicht werden und Projektziele sich verschieben.

Ihr MES-Anbieter wird Sie dabei unterstützen, die Ressourcen realistisch einzuschätzen und vorausschauend zu planen. Vertrauen Sie auf dessen Projekterfahrung bei zahlreichen MES-Projekten.

 

 

7. TIPP: Externe Ressourcen rechtzeitig einplanen und informieren

Bei der Planung sollten Sie auch überlegen, ob Sie ggf. auf externe Ressourcen setzen müssen und ob diese eine gewisse Vorlaufzeit benötigen. Muss eine Schnittstelle zu Ihrem ERP-System realisiert werden? Soll die Netzwerk-Infrastruktur zu den Anlagen geschaffen und Kabel verlegt werden? Dies sind Themen, für die Sie möglicherweise externe Fachleute (Elektriker, ERP-Spezialisten etc.) benötigen, um die notwendigen Arbeiten durchzuführen. Berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Termin- und Kostenplanung.

Informieren Sie sich bei Ihrem MES-Anbieter, ob er über Ressourcen verfügt, diese Aufgaben zu übernehmen oder Sie dabei zu unterstützen. Das kann bei der Einführung ein großer Kosten- und Zeitvorteil sein, da zu viele externe Partner die Koordination schwierig machen.

8. TIPP: Projektteam, Projektleiter und Key-User

Die Einführung eines MES-Systems wird Ihre Zeit die nächsten Monate intensiv in Anspruch nehmen. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewähren, ist es wichtig, ein Projektteam aus verschiedenen Bereichen zusammenzustellen und gemeinsam ein Lastenheft zu entwickeln, welches auch bei der Anbieterauswahl hilft. Das Team wird den Projektplan überwachen sowie die Koordination des Projekts übernehmen. Diese Aufgabe ist kein Fulltime-Job, aber die Zeit muss den Beteiligten eingeräumt werden, sodass sie sich hinreichend darum kümmern können.

Bei Projekten wird oftmals auch eine Person als MES-Projektleiter eingesetzt, die für die Planung und Umsetzung nicht die nötige Zeit aufbringen kann. Dies kann das MES-Projekt zum Scheitern bringen, denn durch Verzögerungen schwindet die Motivation der Mitarbeiter und der anfangs suggerierte Nutzen ist für die Beteiligten nicht mehr erkennbar.

Aus dem Projektteam sollte(n) ein oder mehrere Key-User ausgewählt werden, die intensiv im MES-System und der MES-Software geschult werden. Nach Inbetriebnahme und Abnahme (neben Support-Hotline des MES-Anbieters) stehen diese Personen den Anwendern in der Produktion und Verwaltung zur Seite und helfen bei Fragen, weisen neue Mitarbeiter in das System ein und sind in der Lage, das MES in bestimmten Bereichen zu konfigurieren, Bedienfehler zu korrigieren etc.

Auch der Geschäftsführung muss bewusst sein, dass der Erfolg von ihrer vollen Unterstützung abhängt. Es ist nicht damit getan, die Beschaffungen zu genehmigen und die Einführung zu delegieren, es ist auch wichtig, den verantwortlichen Personen die benötigte Zeit einzuräumen, sich intensiv um den Projekterfolg zu kümmern und auf die Einhaltung der Projekt-Meilensteine zu achten sowie sich bei Zielabweichungen selbst einzuschalten.

9. TIPP: MES-Workshop – Der perfekte Zeitpunkt!

Eine Voraussetzung für die Durchführung eines erfolgreichen MES-Projekts ist ein Workshop mit allen Projektbeteiligten. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt?

Größere Firmen

In größeren Firmen, in denen sich bereits ein Projektteam mit der MES-Anbieterauswahl beschäftigt hat, liegt mit Sicherheit bereits ein detailliertes Lastenheft vor. Man ist sich im Klaren über gewünschte Funktionalitäten, welche Anlagen eingebunden werden sollen und welche Schnittstellen zu realisieren sind. Hier wird der Workshop am Ende des Auswahlprozesses (nach Präsentationen, Referenzbesuchen, etc.) mit dem Wunschanbieter durchgeführt. Bei sehr großen Projekten ist es nicht unüblich, mit zwei Anbietern einen Workshop durchzuführen.

Vor allem sichert er die Entscheidung über den ausgewählten Anbieter noch einmal ab, da die MES-Experten mit Know-how und kreativen Lösungsansätzen für komplexe Probleme überzeugen können. Hier erhalten Sie ein gutes Gefühl für die technische Kompetenz des MES-Anbieters, bislang beschränkte sich der Kontakt meistens „nur“ auf den Vertrieb.

 

Mittelgroße und kleine Firmen

Bei mittelgroßen und kleinen Firmen steht das Projekt meist noch am Anfang, oftmals gibt es noch kein detailliert ausgearbeitetes Lastenheft. Das ist jedoch kein Grund, das MES-Projekt aufzuschieben. Nutzen Sie hier die Projekterfahrung und Fachkompetenz Ihres MES-Anbieters. Wir haben schon MES-Projekte erfolgreich umgesetzt, bei der die ursprüngliche Anforderungsbeschreibung aus einem DIN-A4-Blatt bestand.

 

Wie geht es nach dem Workshop weiter?

Meist folgt der Auftrag für die Pilot-Installation an einigen Maschinen. Hier können Ihre Mitarbeiter das erste Mal praktisch mit dem System arbeiten. In dieser Phase ergeben sich meist noch weitere Aspekte, die im Lastenheft angepasst werden müssen. Nach erfolgreichem „Pilot“ geht es zur Beauftragung des Roll-outs.

Der „Pilot“ dient dazu, Ihre Entscheidung für den Roll-out abzusichern. Daher sollte der Workshop den funktionellen Umfang des geplanten Roll-outs abdecken. Weiter in der Zukunft geplante funktionelle Erweiterungen bereits in dieser Phase im Workshop zu klären, macht dagegen keinen Sinn, da sich erfahrungsgemäß die Anforderungen bis dahin noch ändern werden.

 

Was tun, wenn man nach dem Workshop merkt, dass der Anbieter doch nicht passt?

Sie haben mit dem MES-Anbieter Ihrer Wahl einen Workshop durchgeführt und es stellt sich nach der Pilot-Phase heraus, dass das System nicht Ihre Anforderungen erfüllt? Dieser Fall tritt sehr selten auf, jedoch haben Sie das Geld nicht umsonst ausgegeben. Das Projektteam ist sich nun bewusst, auf welche projektrelevanten Details es ankommt und die erarbeiteten Daten wie das Lastenheft wurden bereits erstellt. Dies wird den Zeit-Aufwand für das nächste Pilot-Projekt mit einem neuen Anbieter um mehr als die Hälfte reduzieren.

Wir hoffen, diejenigen etwas ermutigt zu haben, die die Notwendigkeit des MES bereits erkannt haben, es jedoch aufgrund von Vorbehalten (Mangel an Zeit und Personal, etc.) immer nach hinten verschieben.

Vertrauen Sie auf die (Fach-)Kompetenz der MES-Anbieter und wagen Sie den Schritt! Es ist ein derart wichtiges Thema, das auch die Wettbewerbsfähigkeit beeinflusst. Bei Fragen jeglicher Art können Sie sich gerne an uns wenden.

 

 

10. Tipp: Schulung von Projektteam und Usern

Zu Beginn der Projektphase sollten dem Projektteam sämtliche Bedienungsanleitungen und Dokumentationen zur Verfügung gestellt werden, die für das Bedienen des MES relevant sind.

Die Anwender werden meist im Anschluss an die Inbetriebnahme des MES beim Kunden geschult.

Es macht durchaus Sinn, sich vorab die Bedienungsanleitungen durchgelesen zu haben, sodass während der Schulung konkrete Fragen zu den Punkten gestellt werden können, die für den jeweiligen Anwendungsbereich (z. B. OEE-Auswertungen) relevant sind.

Geschult werden sollten nur die installierten MES-Module. Z. B. eine Schulung über das Modul Qualitätsdaten in einer Testinstallations- bzw. Pilot-Phase durchzuführen macht wenig Sinn, da es nur einen kleinen Kreis an Nutzern betrifft und das Modul in einer späteren Phase eingeführt werden soll.

Vor der Schulung sollten Inhalte bzw. die Agenda der Schulung mit dem Kunden feinabgestimmt werden.

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